Dienstag, 9. Dezember 2008

Die nächste Störung des Paradieses

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12. INNEN - HAUS MIRA/WOLFGANG, SCHLAFZIMMER - NACHT

Im Schlafzimmer stehen provisorisch Kartons mit Kleidung, Taschen und Koffer herum. Ein Kleiderschrank lehnt unmontiert an der Wand, - und ein großes Ölgemälde, das skizzenhaft Wolfgang und Mira darstellt.

Im Bett. Wolfgang (Pflaster am Kopf) streichelt Mira zärtlich über den Kopf, streichelt ihren schwangeren Bauch unter dem Nachthemd. Mira genießt die Berührung.

WOLFGANG
Müde?

Mira schaut nachdenklich zu einem großen Spiegel, beobachtet das Spiegelbild. Wolfgang und Mira sind ein hübsches Paar.

MIRA
Eltern können manchmal ganz schön unfair sein.

Wolfgang lächelt zustimmend.

WOLFGANG
Was ist passiert?

Mira schweigt.

MIRA
Meine Mutter will, dass wir einen Heiratsvertrag machen.

WOLFGANG
Und? Wo ist das Problem? Dann machen wir einen Heiratsvertrag. Ganz einfach. Deine Mutter muss irgendwann mit mir klar kommen. Und das wird sie. Und irgendwann wird sie mich auch mögen.

Wolfgang schaut ernst, er schmiegt sein Ohr an Miras Bauch.

WOLFGANG
Hallo Kleiner. Hörst Du mich? Mama und Papa freuen sich schon ganz doll auf Dich.

Mira lächelt verliebt, Wolfgang streichelt weiter.

WOLFGANG
(Melodie von „Lalilu" summend.)



Aus der Wohnung KLINGELT DUMPF Wolfgangs Handy. Wolfgangs Gesicht wird ernst und nachdenklich...


... HANDDISPLAY: "WILLI"





13. INNEN - VORSTADTVILLA BRANDT, WOHNZIMMER - NACHT


Durch das Fenster: gepflegter Garten. Neue Sportwagen, Vans und Geländewagen parken auf der Straße. Das Wohnzimmer zieren geschmackvolle Designer-Möbel. Kunst hängt an den Wänden.

Elizabeth recherchiert im Internet nach der Telefonnummer, die sie auf Wolfgangs Handy entdeckt hat. Ein Zettel mit der Nummer liegt auf dem Tisch. Die Nummer gehört zu „SECURITAS SONEMANN". Geschäftsführer der Firma: WILLI SONEMANN; spezialisiert auf Objektbewachungen und Personensuche.

Elizabeth kippt staunend einen Drink hinunter, schreibt den Namen auf. Sie öffnet ein neues Browserfenster und bestellt online eine Kiste Whiskey. Elizabeths Blick ist dabei kühl und berechnend. Sie schaut kurz auf ihre Uhr, wählt eine Nummer. Auf ihrem Handydisplay erscheint "SUSOK (VERLAG)". Susoks Mailbox springt an.

SUSOKS STIMME HANDY
Verlag Gabriele Susok. Bitte hinterlassen Sie ihren Namen und ihre Telefonnummer. Ich rufe Sie zurück. Danke und auf Wiederhören.


PIEP!


ELIZABETH
Gabi, ruf mich an, pronto!

Albert steht heimlich am Türrahmen, beobachtet sie. Elizabeth mustert den Zettel mit Willis Nummer.



ABBLENDE



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