Dienstag, 9. Dezember 2008

Wolfgang windet sich und gräbt sich dabei immer tiefer ein

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29. INNEN - HAUS MIRA/WOLFGANG, WOLF.S ARBEITSZIMMER - VORMITTAG

Der Lederkoffer steht neben dem Glastisch.

WOLFGANG (O.S.)
Hallo Frau Susok, gut, dass ich Sie erreiche. Ich muss Ihnen,... ich muss Ihnen etwas gestehen. Ich habe ein kleines technisches...

Unter der Glasplatte stehen statt des defekten Metallbockes provisorisch Kartons. Das Notebook steht auf der Glasplatte, der Bildschirm ist schwarz. Daneben der Korrektur-Ausdruck.

Wolfgang hält den Hörer mit dem Kinn ans Ohr, gleichzeitig öffnet er hektisch Kisten, Schachteln und Schubladen, vergewissert sich kurz des Inhaltes. Er findet eine Box mit CDs.

WOLFGANG
... wie soll ich sagen, technisches... "Problem" wäre übertrieben.

Auf den CDs steht „BACKUP" und ein Datum. Wolfgang wühlt durch die Backup-CDs, findet nicht, was er sucht.

WOLFGANG
Fuck!

Wolfgang reibt sich frustriert und verzweifelt die Schläfe, nimmt den Hörer in die Hand, übt ein Gespräch, ohne zu wählen.

WOLFGANG
Guten Tag, Frau Susok, ich muss Ihnen,... ich muss Ihnen etwas gestehen. Ich.
(hält abrupt inne, fängt neu an.)
Frau Susok, gut, dass ich Sie jetzt noch erwische. Ich habe ein...
(hält abrupt inne, fängt neu an.)
Hallo Frau Susok. Wie geht's Ihnen? Das Buch ist... Ich... Fuck!

Wolfgang schließt die Augen, wählt die Nummer des Verlages. Nach dreimal Klingeln legt er auf, wählt aber noch einmal. Wolfgang starrt dabei auf den Lederkoffer, öffnet ihn. Es sind Bücher, Ordner und Klamotten drin.

Ganz oben liegt ein Brillenetui. Er nimmt das Brillenetui aus dem Koffer, holt eine Kinderbrille aus dem Etui. Die Gläser sind zersprungen.

FLASH! Es ist die Brille, die seine Mutter vor Jahrzehnten kaputt getreten hat.

KLACK! Jemand nimmt ab. Wolfgang starrt die Kinderbrille an.



ABBLENDE



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