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33. INNEN - HAUS MIRA/WOLFGANG, WOLFGANGS ARBEITSZIMMER - MORGEN
Das Notebook steht auf der Glasplatte, der Bildschirm ist schwarz. Daneben der Korrektur-Ausdruck. Wolfgang nimmt aus dem Lederkoffer ein Bündel Briefe und Fotos heraus. Ganz unten befinden sich zerfledderte, vergilbte Bücher, ein Diktiergerät und eine braune Lederjacke.
Auf einem Foto ist Wolfgang (als Kind), sein Vater (erkennbar als der Mann vor dem Gefängnis) und ein etwa gleich alter Mann, der sehr auffällige, längere, wellige, silbergraue Haare trägt (erkennbar als Willi Sonemann) zu sehen.
Auf einem anderen Foto sind Willi, Zacharias (erkennbar als der Mann, der Manfred vor dem Gefängnis mit dem Rasiermesser bedroht hat) und Manfred in feinen Anzügen zu sehen. Zacharias raucht Zigarre. Auf dem Foto scheinen die drei Männer gute Freunde zu sein. Auf der Rückseite des Fotos steht eine Telefonnummer.
Wolfgang nimmt ein anderes Foto, betrachtet es intensiv. Es ist ein Foto, das ihn (Wolfgang als Jungen mit Brille) zusammen mit seinem Vater zeigt...
34A. MONTAGE (FLASHBACK)
Wolfgang als 10-Jähriger, und Manfred, Mitte dreißig, auffällige, braune Lederjacke (die Jacke aus dem Karton!), markanter Oberlippenbart, gehen durch eine Fussgängerzone. Sie bleiben vor Schaufenster stehen, diskutieren über die Auslage.
Manfred hat ein Diktiergerät dabei, spricht sporadisch hinein. Er reicht das Diktiergerät Wolfgang. Wolfgang und Manfred kaufen sich ein Eis. Wolfgang spricht in das Diktiergerät, kommentiert das Eis-Kaufen. Wolfgang und Manfred stehen vor einem Sportwarenladen und betrachten Zelte und Boote. Wolfgang und Manfred diskutieren und nehmen ihr Gespräch mit dem Diktiergerät auf.
34B. VOR HILDES HAUSTÜR - ABEND (SPÄTER)
Manfred gibt Wolfgang abends bei Hilde ab. Hilde schaut wütend auf die Uhr. Er und Hilde streiten heftig. Wolfgang schaut den beiden traurig zu. Als Wolfgang und Manfred sich zum Abschied umarmen, steckt Manfred Wolfgang das Diktiergerät heimlich in die Jacke. Wolfgang lächelt glücklich.
35. INNEN - HAUS MIRA/WOLFGANG, WOLFGANGS ARBEITSZIMMER - TAG
Das Telefon KLINGELT SCHRILL, reißt Wolfgang aus der Erinnerung und ZURÜCK IN DAS HEUTE.
Eine Zigarette glimmt im Aschenbecher. Wolfgang stoppt das Diktiergerät. Die Hände zittern. Der Anrufbeantworter springt an.
STIMME SUSOK ANRUFBEANTWORTER
Hallo Herr Berkowskie, ich habe ihre Nummer auf dem Display gesehen. Bitte nehmen Sie ab. Es ist dringend. Wir brauchen das Manuskript. Sie hätten es gestern schicken sollen. Bitte melden Sie sich dringend im Verlag! Das ist ihre letzte Chance.
Wolfgang starrt den Anrufbeantworter an. Susok legt auf.
Wolfgang sieht wie das Notebook NICHT startet. Der Ausdruck mit den Korrekturen liegt neben dem Notebook. Mit einem ELEKTRONISCHEN SURREN erlischt der Bildschirm, wird wieder SCHWARZ. Eine CD mit der Aufschrift "Notfall-CD" wird ausgeworfen.
Wolfgang schaut sich alarmiert im Zimmer um, scheint zu hoffen: Alles ist nur ein Albtraum.
WOLFGANG
Fuck!
Wolfgang starrt das Diktiergerät in seiner Hand an. Sein Daumen zittert über dem „Play-Button".
36. INNEN - HAUS MIRA/WOLFGANG, MIRAS ARBEITSZIMMER - TAG
Computerbildschirm: Ein Kaminfeuer lodert. Mira schaut sich eine interaktive Internetseite eines Kamin-Anbieters an. Sie lächelt, schreibt sich eine Telefonnummer auf mit der Überschrift "PROJEKT: TEEZIMMER MIT KAMIN".
ABBLENDE
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Dienstag, 9. Dezember 2008
Wolfgangs letzte Chance... zerrinnt
Labels:
Berkowski,
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